Funktionsweise einer Nachtspeicherheizung

Bei der elektrisch betriebenen Nachtspeicherheizung wird während der Nacht, Strom in Wärme umgewandelt, gespeichert, welche am darauffolgenden Tag durch die integrierten Ventilatoren abgegeben wird. Der Wärmespeicher bedient sich dem sogenannten günstigen Nachtstromtarif.

Im Inneren der Nachtspeicherheizung befindet sich das eigentliche Heizelement, welches aus Magnesitkern hergestellt ist. Dieser dient zur Wärmespeicherung im Nachtspeicherofen und kann durch die Erwärmung des Nachtspeichers auf ca. 600 °C den zu beheizenden Raum auf bis zu 60 °C temperieren. Gegen Brand und Überhitzung beim Aufladen ist eine Nachtspeicherheizung ausreichend geschützt.

Wie wird der Strom gespeichert?

Zu Schwachlastzeiten (meistens nachts) wird der Strom zugeführt, da dieser Strom nachts vergünstigt von den Energieversorgern angeboten wird als über Tag. Der Speicher hält die Wärme solange inne, bis diese am darauffolgenden Tag zum Heizen gebraucht wird. Für die Funktion eines Nachtspeichers wird von den Energieversorgern ein separater Stromzähler mit zwei Zählwerken verbaut. Ein Zählwerk wird für den Hochtarifverbrauch (HT) und das zweite für den Niedertarifverbrauch (NT) genutzt. Die Energieversorger schalten ferngesteuert und per Zeitschaltuhr den Tarif selbstständig um. Das Lademodell entscheidet über die Länge der Ladung bis zum Wechsel in den Hochtarifverbrauch. Die Temperierung der Räume entsteht durch den integrierten Lüfter welcher über das Steuergerät geregelt wird. Wie auch bei anderen Heizungssystemen wird die Raumtemperatur über ein Raumthermostat geregelt.